Friedhof & Bestattung

Unser Friedhof befindet sich in unmittelbarer Nähe der Kirche. Eine Lindenallee prägt das Bild des geometrisch gestalteten vorderen alten Teils. Der hintere Erweiterungsteil ist aufgelockert gestaltet durch unterschiedliche Raumproportionen. Unser Friedhof in kirchlicher Trägerschaft fühlt sich einer christlichen Bestattungskultur verpflichtet. Zum Johannistag am 24.Juni findet alljährlich eine Andacht mit musikalischer Umrahmung statt. Zum Ewigkeitssonntag bläst nachmittags der Posaunenchor. Wenn Sie seelsorgerliche Begleitung in Trauer und Sterben benötigen, wenden Sie sich bitte an Pfr. Döring (Tel. 0351 268 3096).

Verwaltung

Die Friedhofsverwaltung befindet sich im Pfarrhaus gegenüber der Kirche. Dort können Sie zu folgenden Öffnungszeiten vorsprechen:

Montag 8:00 – 10:00 Uhr,
Dienstag 15:00 – 18:00 Uhr und
Freitag 8:00 – 10:00 Uhr.

Bestattungsanfragen können Sie auch auf unseren Anrufbeantworter sprechen, wir rufen Sie gern zurück.

Gedenkstele für un- und totgeborene Kinder

„Der Partner geht von der Seite, ein Kind aber geht aus dem Herzen.“ Ein Stück Herz wird am Tag der Beerdigung des eigenen Kindes mit beerdigt. Und es bleibt zu hoffen, dass das übrig gebliebene Stück Herz groß genug ist und Kraft genug hat, weiterzuleben.
Was aber, wenn das Kind noch gar nicht geboren war, wenn die Vorfreude über das werdende Leben im Bauch dem Entsetzen weichen musste, dass das wachsende Kind nicht mehr weiter wuchs, sondern statt dessen starb, bevor es überhaupt die Sonne, den Himmel und das Angesicht der Mutter und des Vaters sehen durfte.
Es ist noch gar nicht lange her, da wurden solche Frühchen gleich in der Klinik „entsorgt“. – „Entsorgt“, was für ein schreckliches Wort, denn die Sorgen waren und sind ja gerade nicht weg, sondern begleiten besonders die betroffenen Frauen nicht selten ein Leben lang. Diese Trauer aber hatte lange keinen Ort. Still trugen die Betroffenen ihren Schmerz in sich und wussten nicht, wohin damit. Dies galt und gilt auch und besonders dann, wenn frau sich ganz bewusst für die Abtreibung des Lebens in sich entschieden hatte – aus welchem Grund auch immer.
Trauer braucht einen Ort! Das werden sicher all jene bestätigen, die beim Blumengießen und Unkrautrupfen am Grab des geliebten Menschen Zeit verbringen. Diese Zeit schafft Raum für die so wichtige Trauerarbeit.
Wir als Kirchgemeinde, die wir Träger des Lindenfriedhofs sind und Verantwortung für die Bestattungskultur hier in Bühlau tragen, haben durch die Errichtung einer Sternenkinderstele einen Ort der Trauer um das ungeborene Leben geschaffen. Das Foto anbei zeigt die Stele, welche vor Jahren auf dem Friedhof in Hormersdorf im Erzgebirge von betroffenen Frauen zusammen mit Steinmetz Scheunert aus Stollberg entworfen wurde. Dargestellt ist eine Lebensader, die sich nach oben hin teilt und eben dort von einem Regenbogen überspannt wird. Zwei kleine Fußabdrücke zieren die eine Seite, die von Hoffnung spricht. Die andere erinnert daran, dass das Sternenkind geliebt und geborgen ist, wobei drei Fußabdrücke sich aus der Stehle herausbewegen. Die Stele finden Sie nun auch auf unserem Friedhof im hinteren Teil zwischen Wasserstelle und Wirtschaftseingang.

 

Zur Geschichte des Friedhofs

Der Bühlauer Friedhof wurde am 1. Januar 1898 offiziell in Benutzung genommen. Das Grabmal des ersten Bestatteten, des Bühlauer Butterhändlers Johann Ernst Kappler, ist heute noch an der Nordmauer zu besichtigen. An der Südseite erinnert ein französischer Kürassierhelm an die in Bühlau Gefallenen des napoleonischen Feldzuges. Am unteren Kapellenplatz neben der Stele der Freiwilligen Feuerwehr befindet sich ein Gedenkstein für den beliebten Bühlauer Lehrer Benke, der von einem geistesgestörten Täter vor der Schule erschossen wurde. In der Nähe des kleinen Tores an der Nordseite befindet sich das Grabmal des ehemaligen Bürgermeisters Martin Richter. Weitere Grabstätten von Dresdner Künstlern und Wissenschaftlern erfragen Sie in der Friedhofsverwaltung.

Beisetzungen sind als Erd- und Urnenbeisetzungen in Reihen- und Wahlgrabstätten möglich. Für Menschen ohne Angehörige bieten wir eine Beisetzung in pflegevereinfachten Sarg- oder Urnengrabstätten, sowie in einer Urnengemeinschaftsanlage an. Hier ist eine Vorauszahlung der Bestattungs- und Grabpflegekosten für die gesamte 20jährige Ruhezeit möglich. Zu den verschiedenen Bestattungsformen und Grabarten beraten Sie unsere Mitarbeiter gern.

Nach dem Tode eines Angehörigen nehmen Sie Kontakt zu einem Bestattungsinstitut auf. Zur Auswahl der Grabstelle und zur Anmeldung der Bestattung auf unserem Friedhof suchen Sie unsere Mitarbeiter in der Friedhofsverwaltung zu den Sprechzeiten auf. Gern vereinbaren wir mit Ihnen dazu auch einen Termin außerhalb unserer Sprechzeiten. Weitere nützliche Hinweise finden Sie im „Ratgeber für den Trauerfall“ welcher in der Friedhofsverwaltung erhältlich ist.